So genannte Differenzgeschäfte, kurz CFD, auch bekannt als Contracts for Difference stellen Derivate dar, die als attraktive Anlagemöglichkeit häufig in Betracht gezogen werden. Dabei sind es vor allem Differenzen zwischen Geld und Briefkursen, die von Interesse sind. Grundsätzlich werden CFDs von verschiedenen Online Brokern angeboten. Ähnlich wie bei binären Optionen werden keine Wertpapiere gekauft, sondern lediglich der CFD mit dem Anbieter abgeschlossen. Der große Vorteil bei CFDs besteht darin, dass mit einer geringen Summe über einen Hebeleffekt eine große Summe an Geld bewegt, bzw. eingesetzt werden kann. Die Anleger haben lediglich eine Margin, eine Sicherheitsleistung zu hinterlegen. Diese richtet sich meist prozentual danach, welche Summen bewegt werden sollen. Bei einem Hebel von 20 wird häufig eine Margin in Höhe von 5% gefordert. Gehandelt werden können nicht nur Aktien, sondern auch Indizes sowie Rohstoffe und Renten. Es ist möglich auf steigende (long) Kurse sowie auf fallende (short) zu setzen. Die Laufzeiten können wenige Sekunden bis Minuten, aber auch Tage betragen. Somit kann ein CFD, der gerade im Minus ist auch laufgengelassen werden, bis er evtl. wieder im Plus ist. Es ist jedoch möglich, dass Seitens des Anbieters Nachschussleistungen erbracht werden müssen, wenn der CFD zu stark im Minus liegt. Wer auf steigende Kurse setzt, sollte sich den Briefwert anschauen, wer auf fallende Kurse setzt, sollt sich den Geldwert der Aktie oder des Kurses anschauen, mit welchem er per CFD spekulieren möchte.
Vorsicht CFD – Verluste können hinterlegte Summe übersteigen!
Zu beachten ist, dass es bei einem CFD zu erheblichen Verlusten kommen kann. Bedingt durch die Hebelwirkung und dadurch, dass sich die Kurse natürlich auch entgegen der eigentlichen Planung entwickeln können, ist es durchaus möglich, dass Verluste eingefahren werden können. Auch wenn nur eine Margin X hinterlegt wurde, ist es möglich, dass bei einer negativen Kursentwicklung zu hohe Verluste eintreten, die bisher nicht gedeckt sind. Es ist also möglich, dass höhere Verluste eintreffen, als eigentlich Geld auf dem Depot hinterlegt ist, was zu einem großen Risiko werden kann. Grundsätzlich können die Anleger sich durch Stop´s absichern, jedoch können dennoch erhebliche Verluste auftreten.
Gewinne aus CFDs müssen versteuert werden!
Die CFDs sind keine Aktien und unterliegen somit auch nicht den Regelungen, die bei Aktien zu berücksichtigen sind. Es ist fallen keine Aktienkommissionen an und auch die Depot Führungsgebühren werden nicht erhoben. Sämtliche Gewinne, die über CFDs erzielt werden, müssen bei der Steuererklärung angegeben werden. Grundsätzlich ist der Handel mit einem enormen Risiko verbunden, weshalb es zu empfehlen ist, sich genau zu informieren, bevor überhaupt gehandelt wird.