GlaxoSmithKline (GSK) – 6% Dividende aus Großbritannien auch in 2018?

   

Die Aktie des Pharmakonzerns GSK zählt derzeit zu den beliebtesten Dividendentiteln in Großbritannien. Einer der Gründe dafür ist die hohe Dividende, die aktuell bei 80 Pence im Jahr liegt und für 2017 ausgezahlt wurde. Dies entspricht derzeit einem Wert von etwa 89 Cent je Aktie. Gerade die HIV Präparate von GSK haben für steigende Umsätze gesorgt.
 
Der Kurs der Aktie von GSK ist in den vergangenen Wochen und Monaten stark abgefallen. Aktuell (Stand Dezember 2017) notiert er bei etwa 15 Euro und damit deutlich niedriger, als es in den Monaten zuvor der Fall gewesen ist. Die Dividendenrendite liegt damit aktuell bei einem Wert in Höhe von etwa 6% und damit deutlich höher, als es bei vielen anderen Aktien im Pharma Segment der Fall ist. Es ist davon auszugehen, dass die Dividende auch im Jahr 2018 noch so hoch sein wird. Wie es danach weitergeht ist vollkommen offen.
 
Nach 2018 soll die Dividende offensichtlich nach anderen Faktoren bestgelegt werden. Aktuell will das Unternehmen noch keinen Ausblick in diese Richtung geben. Sollte der free cash flow steigen, ist es durchaus möglich, dass weiterhin eine attraktive Dividende gezahlt werden kann.
 

Welche Fakten sind zur GlaxoSmithkline GSK Aktie wichtig?

Die GlaxoSmithKline Aktie ist bereits seit einigen Jahren für ihre hohe Dividendenrendite bekannt. Der Konzern zählt weltweit gemessen am Umsatz zu den größten Pharmafirmen der Welt und hat seinen Sitz in Großbritannien.
 

  • Name: GlaxoSmithKline PLC
  • Kürzel: GSK
  • Aktie: WKN: 940561 / ISIN: GB0009252882
  • Unternehmenssitz: Großbritannien, London
  • Gründung: 2000
  • CEO: Emma Walmsley
  • Mitarbeiter: rund 100.000
  • Umsatz 2015: 24 Milliarden GBP
  • Internet: gsk.com

 
Wer sich die Umsatzzahlen und die Zahlen der Mitarbeiter ansieht, wird schnell merken, dass es sich bei GSK um ein weltweit bedeutendes Pharmaunternehmen handelt.
 

In welchen Bereichen ist das Unternehmen GlaxoSmithKline tätig?

Den meisten Tradern ist das Pharmaunternehmen vor allem durch seine Medikamente bekannt. Diese sorgen für einen großen Anteil am Umsatz und werden für die Therapie bei Krankheiten eingesetzt. Darüber hinaus gibt es den Bereich GSK Vaccines, welcher Impfstoffe produziert. Dies führt dazu, dass der Konzern z.B. gute Zahlen schreibt, wenn die Grippeimpfung oder andere Impfmittel gefragt sind. Darüber hinaus gibt es einen dritten Bereich im GSK Konzern, der den Namen GSK Consumer Healthcare trägt und vor allem Hygieneartikel und Produkte rund um die Gesundheit produziert.
 

Womit macht GlaxoSmithKline (GSK) seinen Umsatz?

Das Unternehmen GSK macht auf seiner eigenen Webseite einige Angaben dazu, mit welchen Produkten wie viel Umsatz erzielt wird.

Im Bereich der Therapeutika wird vor allem mit Produkten im Bereich Atemwegserkrankungen sowie HIV ein guter Umsatz erzielt. Der Umsatz liegt bei rund 19,8 Milliarden Euro und damit somit etwa 58% des gesamten Umsatzes der Firmengruppe aus.
 
Ebenso zählt das Gebiet der Impfstoffe zu den wichtigen Feldern, in denen der Konzern tätig ist. Der Umsatz lag hier bei 5,7 Milliarden Euro und macht etwa 16% des Gesamtumsatzes aus.
 
Der Bereich Consumer Healthcare mit zahlreichen Hygieneprodukten sorgt für einen Umsatz von 8,8 Milliarden Euro und entspricht somit rund 26% des gesamten Umsatzes des Unternehmens.
 

  • Therapeutika: 58% des Umsatzes
  • Impfstoffe: 16% des Umsatzes
  • Consumer Healthcare: 26% des Umsatzes

 
Quelle der Informationen: https://de.gsk.com/de-de/%C3%BCber-uns/was-wir-machen/
 
Damit ist der Konzern insgesamt sehr breit aufgestellt und zählt weltweit zu den bekanntesten Pharmaunternehmen.
 

Forschung und Entwicklung (R&D) – wie sieht die Zukunft für GSK aus?

Der Konzern GSK hat eine Summe in Höhe von 4,3 Milliarden Euro in die Entwicklung neuer Produkte, Arzneimittel und Impfstoffe investiert. Gleichzeitig wird davon berichtet, dass 20 bis 30 Wirkstoffkandidaten im Bereich HIV, Immunologie und Onkologie sowie Atemwege erwartet werden.
 
Die Pipeline ist für Pharmakonzerne besonders wichtig, denn sie lässt eine Prognose für die Zukunft erstellen. Aus den Wirkstoffkandidaten können in den kommenden Jahren echte Blockbuster werden, sofern diese in den weiteren Studien erfolgreich sind und die Behörden (FDA etc.) überzeugen können.
 
Wie entwickelt sich der Blockbuster Advair?

Vor einigen Jahren war Advair eines der Blockbuster Medikamente auf dem Markt. Der Umsatz ist in den vergangenen Jahren deutlich gesunken. Im Jahr 2016 lag er noch bei 2,5 Milliarden US Dollar weltweit, für 2017 wird mit niedrigeren Zahlen gerechnet. Aufgrund des hohen Umsatzes wird das Produkt, bzw. dieser Markt vor allem für Generika Unternehmen sehr attraktiv.
 
Novartis könnte ein Konkurrent auf diesem Markt werde und möchte mit einem Generika ein Produkt anbieten, dass die gleiche Wirksamkeit und Sicherheit hat, wie es bei Advair Diskus der Fall ist. Behandelt werden sollen damit Asthma und COPD Patienten. Entsprechende Anträge bei der FDA wurden bereits gestellt.
 
Welche Quellensteuer fällt bei Aktien aus Großbritannien an?

Wer sich für Aktien aus dem Ausland interessiert, achtet immer auf die Quellensteuer. Diese kann bis zu einem Anteil von 15% mit der Quellensteuer in Deutschland verrechnet, bzw. angerechnet werden. Das bedeutet, dass mit keinen Abzügen z.B. bei der Dividende zu rechnen ist. Sollte der Kunde sich dazu entscheiden, dass in Ländern wie z.B. den USA oder Belgien sowie Frankreich und Italien investiert wird, ist mit einer höheren Quellensteuer zu rechnen. Das bedeutet für den Trader in der Regel, dass entsprechende Anträge zu stellen sind, um Gelder einzutreiben, die bei den Behörden im Ausland hängen bleiben.
 
Wer sich für Aktien aus Großbritannien entscheidet, profitiert davon, dass die Quellsteuer hier bei 0% liegt. Das bedeutet, dass lediglich in Deutschland die Abgeltungssteuer zu zahlen ist und die Trader somit ohne Probleme Dividenden aus Großbritannien, wie z.B. von GSK empfangen können.
 
Wie sehen die Analysten die Entwicklung von GSK?

Derzeit gibt es 16 Analysten, die sich regelmäßig zur Aktie und zum Unternehmen GSK äußern. Davon setzen 5 Analysten die Aktie derzeit auf BUY, 8 Analysten verpassen ihr ein HOLD und 3 stufen sie mit SELL ein. Unter dem Strich betrachtet ist ausgeglichenes bis leicht positives Feedback von den Analysten.
 
Die Kursziele sehen sie zwischen ca. 10 und 19 britischen Pfund.
 
Fazit zur GSK Aktie – welche Prognose kann gestellt werden?

Derzeit ist der Kurs der Aktie deutlich auf Talfahrt gegangen. Es ist jedoch möglich, dass bei rund 15 Euro langsam ein Boden gebildet werden konnte. Daher ist es möglich, dass der Kurs sich hier stabilisieren kann. Für 2018 sorgt die hohe Dividendenrendite nach wie vor für ein sicheres Investment. Sollte die Umstrukturierung des Konzerns erfolgreich verlaufen, ist es möglich, dass auch in der Zukunft basierend auf dem Cash Flow attraktive Dividendenrenditen zu erwarten sind. Derzeit schüttet der Konzern einen sehr großen Teil seines Gewinns an die Aktionäre aus, was zu Recht zu Zweifeln führt.
 
Wie kann ich die Aktie von GSK erwerben?

Die Aktie von GSK kann via Tradegate, aber auch über den Xetra Handel in Deutschland erworben werden. Wer sich für den Handel über Tradegate entscheidet, handelt die GlaxoSmithKline ADR. Das Kürzel ADR steht für American Depository Receipts. Es handelt sich hierbei stellvertretend für die Aktie um ein Zertifikat, dass von amerikanischen Kreditinstituten bereitgestellt wird. Diese verwahren die Aktie, welche gehandelt werden soll. Mit einem ADR können eine, mehrere oder ein Bruchteil einer Aktie gemeint werden. ADRs werden häufig eingesetzt, wenn es sich um ausländische Aktien handelt, die nicht an der inländischen Börse notiert sind. Das Unternehmen spart auf diese Art und Weise das Zulassungsverfahren für die entsprechende Notierung in der Börse.
 

Auf der Suche nach einem Depot zum Handel der GSK Aktie bietet sich unser Depot Vergleich unter diesem Artikel an. Der Xetra und Tradegate Handel ist somit ohne Probleme realisierbar.